CDU Gelsenkirchen-Rotthausen
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Das Programm der CDU für Rotthausen

Richtung Zukunft 2009 – 2014

 

Mit dem Erfolg der CDU bei der Kommunalwahl 1999 hatte sich die Chance eröffnet, Gelsenkirchen aus weiterem wirtschaftlichen Niedergang und Agonie herauszuführen und den Bürgern unserer Stadt und besonders unserem Stadtteil wieder eine Zukunft zu bieten. Eine jahrzehntelange von Konzept- und Ideenlosigkeit geprägte SPD-Politik wurde erfolgreich aufgebrochen.

 

Leider haben sich die politischen Verhältnisse bei der Kommunalwahl 2004 geändert. Gelsenkirchen erstarrt wieder wie in alten Zeiten. Mit dem Oberbürgermeister und einer SPD-Fraktion, die ihr Profil immer mehr an die Grünen verliert, ist eine konstruktive Politik, die unsere Stadt nach vorne bringen kann, nicht zu schaffen. Die Bürger spüren, von Aufbruch und Bewegung ist in dieser Stadt nichts mehr zu spüren.

 

Die CDU-Rotthausen hatte bereits 2003 Ihr Programm „Richtung Zukunft“ vorgestellt.

Darin haben wir zu den Punkten Wirtschaft und Arbeit, Wohnen, Freizeit, Verkehr und öffentlicher Nahverkehr, Urbanität, Städtebau, und Naherholung Ziele formuliert und konkrete Maßnahmen ausgearbeitet.

 

Auch in einem von finanziellen Nöten geplagten Haushalt darf ein Ortsteil, wie Rotthausen, nicht auf der Strecke bleiben. Dabei setzten wir auch auf Eigeninitiative der Bürger und auf die Unterstützung der heimischen Wirtschaft.

 

Die nachfolgenden Themenbereiche können nicht einfach isoliert betrachtet und umgesetzt werden. Vielmehr gibt es zahllose Zusammenhänge und gegenseitige Wechselwirkungen. So sind verkehrstechnische Maßnahmen eng vernetzt mit der wirtschaftlichen Infrastruktur und dem Wohn- und Lebenswert eines Ortsteiles. Städtebauliche Maßnahmen wirken sich daher auch auf das Image einer Stadt und eines Stadtteils und damit auf die Attraktivität als Wirtschaftsstandort aus.

 

Die CDU-Rotthausen formuliert vor diesem Hintergrund die folgenden Ziele und Einzelmaßnahmen:

 

Städtebau

 

Städtebaulichen Aspekten kommt für die Gesundung und Weiterentwicklung unserer Stadt eine zentrale Bedeutung zu. So sind z.B. die ersten Eindrücke, die ein Reisender von einer Stadt bekommt, für das Image einer Stadt besonders wichtig. Dies wiederum ist oft mitentscheidend für Investitionen der Wirtschaft oder von Privatpersonen. Investitionen jedoch sind natürlich unabdingbar für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit einer Stadt,somit für Arbeitsplätze und Steueraufkommen, letztlich für das Wohlergehen und die Wohlfahrt ihrer Bürger.

 

Das bedeutet für Rotthausen, dass die unmittelbaren Einfahrtsstrassen in unserem Ortsteil in einen städtebaulichen Maßnahmenkatalog einbezogen werden muss. Die gesamte Rotthauser Strasse, die Ecke Achternbergstr./Schonnebecker Str. sowie die südliche Steeler Str. sind

markante Einfahrtstrassen (die Visitenkarte Rotthausen).Für die Rotthauser Str. schlagen wir eine Markierung von Parkbuchten vor, die von einzelnen neuen Straßenbäumen unterbrochen werden sollen. Das Erscheinungsbild dieser Strasse würde sich dann angesichts der teilweise sehr schönen, historischen Hausfassaden völlig verändern. Für das Bild und die Nutzung der Flächen an der südlichen Steeler Str. muss eine neue städtebauliche Planung entwickelt werden.

 

Städtebau - das ist auch Urbanität und Wohn- und Lebenswert eines Stadtteils. Besonders die Kernbereiche Rotthausens müssen so entwickelt werden, dass der Ortskern nicht nur die Möglichkeit zum Einkaufen bietet, sondern auch zum Verweilen und Spazierengehen einlädt.

Die von uns seit langer Zeit geforderten und nun endlich durchgeführten Sanierung der Karl-Meyer.Str. hilft diesem Anspruch gerecht zu werden. Eine erhebliche Aufwertung würde eine Aufpflasterung der Schonnebecker Str. von der Karl-Meyer-Str. bis zur Ecke

Schemannstr. bedeuten. Die alten Hausfassaden auf diesem Teilstück würden ein Bild einer kleine „Rotthauser Altstadt“ ergeben. Ein gutes Beispiel ist die neu renovierte Fassade in der Schonnebecker Str.

 

Der Gestaltung von Plätzen kommt ebenfalls eine wichtige Rolle zu. So werden Stadträume geschaffen, die erheblich zum Lebenswert einer Stadt beitragen. In Rotthausen muss die Gestaltung des alten und des neuen Rotthauser Marktes völlig neu überarbeitet werden. Dabei sollten Laternen nach historischem Vorbild zum Einsatz kommen.

 

Dem in Frankreich bekannten Konzept der „Blumenstadt“ (Ville Fleun) folgend werden wir sowohl im politischen wie auch im privaten Raum anregen, verstärkt mit der Bepflanzung von Blumen an Hausfassaden,  in den Straßenräumen und auf den Plätzen das Erscheinungsbild Rotthausens und der Stadt zu verbessern. Ein kleiner Schritt in diese Richtung wurde auf Anregung der CDU-Rotthausen bereits gemacht. Dazu gehören die

Blumenbeete auf der Verkehrsinsel an der Steeler Str. Ebenfalls wurde von der Werbegemeinschaft Rotthausen die Geranienbeete, die bei der WM 2006  durch die Stadt Gelsenkirchen aufgestellten wurden, im Jahr 2007 aufgestellt und sicherlich auch in diesem Jahr das Stadtbild in Rotthausen verschönen.

 

Die Beleuchtung von Kirchen und Hausfassaden gilt vielen noch als Energie- und Geldverschwendung. Wir jedoch halten eher das Gegenteil für richtig. Das Anstrahlen von Fassaden schafft einen Imagegewinn, der im Vergleich zu vielen klassischen Maßnahmen des Stadtmarketing wesentlich intensiver, effektiver und sogar kostengünstiger ist. Wir werden Initiativen von Privatpersonen, der Wirtschaft und auch der örtlichen Kirchengemeinde unterstützen und auch selbst den Anstoß zu solchen

Initiativen geben. Darüber hinaus werden wir uns für die Beleuchtung der Schule an der Steeler Str. und an der Schonnebecker Str. (Turmschule) einsetzen. 

 

 

Wirtschaft und Arbeit

 

Aus der früheren einseitigen Bergbaustruktur heraus hat Rotthausen durch die sog. Verbund- und Zuliefererindustrien heute ein einmaliges nicht zu unterschätzendes Entwicklungspotenzial. Die Glasindustrie und die Solarindustrie sind heute die wichtigsten Säulen der Wirtschaft in der unserer Stadt Gelsenkirchen. Besonders die Weiterentwicklung im Bereich der Solartechnik ist ein Hoffnungsträger für die wirtschaftliche Zukunft

nicht nur Rotthausens, sondern auch ganz Gelsenkirchens. Soll der Begriff der Solarstadt Gelsenkirchen, nicht zur Phrase verkommen, muss aber gerade in die Infrastruktur Rotthausens verstärkt investiert werden. Dazu gehören Straßenverbindungen, die den Rotthauser Betrieben, Beschäftigten, Besuchern und dem Werksverkehr eine zügige und effektive Anbindung an das überörtliche Fernstraßennetz ermöglicht. Die Anbindung der Firma Stauffenberg muss neu gestaltet werden. Dazu gehört auch eine Straßenverbreiterung von der Ostermannstr. bis zum Wiehagen. Der Rest der Webkenstr. Muss renoviert werden.

 

Aber auch den öffentlichen Verkehrsmitteln kommt eine wichtige Bedeutung zu. Taktfrequenz von Bussen und der S-Bahn sind zu überprüfen bzw. zu erhöhen.

 

Dem Bereich Rotthauser-/Schwarzmühlenstr. fällt eine besondere Rolle zu. Hier ist die Wirtschaftsförderung der Stadt Gelsenkirchen gefordert, endlich das Gelände, das seit Jahren brach liegt, durch gezielte Maßnahmen neu zu entwickeln. Hier kann, nein muss aktive Arbeitsmarktpolitik betrieben werden.

 

Verkehr

 

Die Rotthauser Wohnbebauung ist historisch gewachsen und heute recht kompakt und konzentriert. Es muss selbstverständliche Aufgabe aller Politik und Planung sein, den Durchgangsverkehr so weit wie möglich aus den Wohngebieten fernzuhalten.

 

Die Lebensqualität der Rotthauser Bürger ist dabei ein wichtiger Aspekt, genau so der Umweltaspekt, wenn man an CO 2 und Feinstäube denkt.. Der dritte ist die wirtschaftliche Bedeutung schneller und unkomplizierter Verkehrsverbindungen.

 

Die DB hat die IC-Verbindung mit Gelsenkirchen gestrichen. Wir fordern eine Anbindung Gelsenkirchens an das IC-Netz der DB ein.

 

Eine Busverbindung von Rotthausen zur Feldmark ist heute wünschenswert, aber dringend notwendig, wenn der Bereich Rotthauser-/Schwarzmühlenstr.  (alte Schachtanlage Dahlbusch) durch neu angesiedelte  Gewerbe belebt wird.

   

 

Naherholung und Freizeit

 

Die Bebauung Rotthausens ist heute fast vollständig von einem Grüngürtel umgeben.

Während dieser Gürtel in der Vergangenheit noch in großen Teilen aus Brachland bestand, ist durch das IBA-Projekt Landschaftspark Mechtenberg heute ein gewaltiges Gebiet mit sich neu entwickelnder Flora und Fauna sowie zahlreichen Spazier- und Fahrradwegen entstanden. Diese Entwicklung wollen wir weiter aktiv unterstützen, gestalten und ausbauen. Wichtig ist der direkte und schnelle Zugang in diese Gebiete

von der Rotthauser Wohnbebauung aus. Auch sehen wir in der Verbindung mit dem Grünbereich im Ückendorfer Süden eine große Chance, im Stadtsüden ein durchgehendes Gegenstück zum Buerschen Grüngürtel zu schaffen.

Eine Brücke über die Hattinger Str. im Bereich der Hövelmannstr. gibt die

derzeitige Haushaltslage der Stadt nicht her. Eine Fußgängerampel kann die Lösung sein, damit Fußgänger und Radfahrer gefahrlos diese viel befahrene Straße überqueren können..

 

Die Renaturierung der Rotthauser Bäche und der zuströmenden Bachläufe halten wir ebenfalls für ein vordringliches Ziel, um eine ehemals zerstörte Natur und Landschaft wiederherzustellen. Wir werden die aktuelle Planung aktiv begleiten und uns für die zügige Umsetzung einsetzen.

 

Der Park zwischen der Beethoven- und Steeler Straße wird trotz seiner zentralen Lage durch die ungünstige Bepflanzung eher als gutes Versteck für Trinkgelage und Rauschgiftkonsum zweckentfremdet, denn als Erholungs- und Ruheraum für unsere Bürger genutzt. Dieser Park wurde auf Anregung der CDU-Rotthausen der Name Dahlbuschpark benannt, in Erinnerung an den einstigen größten Arbeitgeber in Rotthausen. Durch eine Neustrukturierung der Strauch- und Baumbepflanzung muss Licht und Einblick in den Park geschaffen werden. Die alte, historische Sichtachse zwischen der Kirche St. Mariä-Himmelfahrt und der Schule an der Steeler Str. ist wieder herzustellen.

 

Unser Maßnahmenkatalog im Einzelnen

 

Die nachfolgenden Maßnahmen werden wir sowohl durch parlamentarische Beratung und die Aufstellung entsprechender Planung, die Durchführung einzelner Baumaßnahmen, wie aber auch durch Einbeziehung der örtlichen Wirtschaft, privater Initiativen realisieren.

Im Einzelnen sind dies:

 

 

 1. Verbesserung der Taktfrequenz der Rotthauser Buslinen

 2. eine direkte Busverbindung von Rotthausen zur Feldmark

 3. Erhöhung der Taktfrequenz der S-Bahn

 4. Aufpflasterung der Schonnebecker Str. von der Karl-Meyer-Str. bis     Ecke Schemannstr.

 5. Umgestaltung der kleinen Grünfläche an der Ecke Grüner Weg/Schonnebecker Str.

 6. Umgestaltung des Dahlbuschparks und Anbringung einer Infotafel zur Zeche Dahlbusch

 7. Aufstellung einer Lichtskulptur (Solartechnik) im Dahlbuschpark

 8. Städtebauliche Rahmenplanung für die südliche Steeler Str.

 9. Neugestaltung des alten und neuen Rotthauser Marktes mit der Verlegung der Marktstände vom neuen zum alten Rotthauser Markt unter Beibehaltung der hinteren Fläche als Parkplatz

10. Renovierung der Toilette auf dem alten Rotthauser Markt

11. Entfernung der Glas- Altpapier- und Kleidercontainer im Bereich des alten Marktes

12. Installation von Straßenlaternen nach historischem Vorbild im Bereich des alten Marktes und der Schonnebecker Str.

13. optisch offenere und einsichtigere Gestaltung des Kinderspielplatzes zwischen beiden Plätzen

14. Umbenennung von Straßennamen „Neuer Markt“ „ Rotthauser Alter Markt“

16. Nutzung des neuen Marktes als Veranstaltungsgelände wie Rotthauser Woche usw.

17. Einrichtung eines Bürgercenters der Stadtverwaltung in der Karl-Meyer-Str.

18. Abriss der Stützmauer Hartmannstr., die bereits Risse zeigt.

19. Abriss der alten Kokereistützmauer and er Achternbergstr. im Bereich des RWE Umspannwerkes

20. optische Aufwertung des Dickmannsweg als Eingangstor zum Landschaftspark Mechtenberg

21. Verlagerung der Polizeiwache von der Robert-Schmidt-Str. zur Karl-Meyer-Str.

 

Die vorgenannten Ziele entsprechen unserm Arbeitsstand April 2008

 

FAZIT

 

Rotthausen hat genügend Entwicklungspotential und auch Kraft und Dynamik, um einen Veränderungsprozess in der Ortsmitte erfolgreich abzuschließen. Die oben genannten Forderungen bieten für Rotthausen die Chance die Zukunft positiv zu gestalten!

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